 ##  [Eigenfunktion](/de/node/58261) 

 Definition

Eine von null verschiedene Funktion φ im Definitionsbereich eines linearen Operators L (auf einem Funktionsraum) ist eine Eigenfunktion, wenn es ein Skalar λ gibt mit L φ = λ φ; λ ist der zugehörige Eigenwert.

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Eigenfunktionen sind bis auf Skalierung unter L unveränderliche Modi; sie zeigen die zerlegbaren Richtungen des Operators im Funktionsraum auf.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Für den Laplace-Operator auf [0,π] mit Dirichlet-Randbedingungen gilt φ_n(x)=sin(n x) und Δφ_n = -n^2 φ_n, also ist jedes φ_n eine Eigenfunktion mit Eigenwert -n^2.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Jedes vertraute Basiselement ohne Prüfung von Definitionsbereich oder Randbedingungen als Eigenfunktion bezeichnen; oder das Konzept unverändert auf nichtlineare Operatoren anwenden.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Eigenfunktionen ermöglichen Modalanalysen, lösen lineare PDG durch Trennung der Variablen und identifizieren Resonanzfrequenzen oder stabile Modi eines Systems.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Generalisierte Eigenfunktionen oder Lösungen des kontinuierlichen Spektrums ersetzen diskrete Eigenfunktionen in unendlichdimensionalen oder nicht-kompakten Problemen und erfordern distributionelle Begriffe.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Gilt für lineare Operatoren mit spezifiziertem Definitionsbereich und Randbedingungen; manche Operatoren haben keine quadratintegrierbaren Eigenfunktionen (reines kontinuierliches Spektrum).

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Eigenfunktion versus beliebige Basisfunktion: Eigenfunktionen diagonalisieren die Wirkung des Operators, während Basisfunktionen dies nicht tun müssen; eine Eigenfunktion ist gegenüber einem Eigenvektor lediglich die funktionswertige Entsprechung.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Eine Eigenfunktion ist eine nichttriviale Funktion, die vom Operator um einen Skalar gestreckt wird und so invarianten modal-analytischen Komponenten für die lineare Analyse in Funktionsräumen liefert.