 ##  [Beer–Lambert-Gesetz](/de/node/58649) 

 Definition

Setzt die Abschwächung monochromatischen Lichts durch ein homogenes absorbierendes Medium mit der Absorberkonzentration und der Schichtdicke in Beziehung, üblicherweise A = ε · b · c (Absorbanz A, molarer Extinktionskoeffizient ε, Schichtdicke b, Konzentration c).

 

 

 

 

 

 





## Prinzip

Prinzip

Die anteilige übertragene Intensität nimmt exponentiell mit dem Produkt aus Konzentration und Schichtdicke ab; im linearen Bereich ist die Absorbanz proportional zur Konzentration bei konstantem ε und idealen Messbedingungen.

 

 

 

 

 





## Demonstration

Demonstration

Ein spektrophotometrischer Nachweis misst die Absorbanz einer Farbstofflösung bei fixer Wellenlänge und Küvettenlänge; eine Kalibriergerade von A gegen bekannte Konzentrationen ist bei niedrigen Konzentrationen linear und dient zur Bestimmung unbekannter Probenkonzentrationen.

 

 

 

 

## Fehlanwendung

Fehlanwendung

Die Annahme von Linearität bei hohen Konzentrationen, mit polychromatischem Licht, in streuenden oder trüben Proben oder wenn chemische Gleichgewichte oder Assoziation ε verändern, führt zu systematischen Fehlern; Streulicht und instrumentelle Nichtlinearität machen die einfache Form ebenfalls ungültig.

 

 

 

 

 





## Konsequenz

Konsequenz

Unter erfüllten Bedingungen erlaubt das Gesetz eine einfache quantitative Bestimmung der Absorberkonzentration aus gemessener Absorbanz und bildet die Basis vieler analytischer spektrophotometrischer Verfahren.

 

 

 

 

## Umkehrung

Umkehrung

Dominieren Wechselwirkungen, Aggregation, hohe Absorbanz (Sättigung), Streuung oder Bandbreiteneffekte, weicht die beobachtete Beziehung vom linearen Beer–Lambert-Verhalten ab und die Absorbanz skaliert nicht mehr einfach mit der Konzentration.

 

 

 

 

 





## Abgrenzung

Abgrenzung

Erfordert ein homogenes absorbierendes Medium, vernachlässigbare Streuung, monochromatisches Licht oder enge Bandbreite, konstante molare Extinktionskoeffizienten und lineare Detektorantwort; schließt heterogene Proben, starke Assoziation/Dissoziation und hohe optische Dichten ohne Korrektur aus.

 

 

 

 

 





## Semantische Spannung

Semantische Spannung

Wird oft mit einfacher Transmissionsbeschreibung verwechselt; das Beer–Lambert-Gesetz behandelt Absorbanz als logarithmische Größe der übertragenen Intensität in Beziehung zur Konzentration, während im informellen Gebrauch manchmal eine universelle lineare Gesetzmäßigkeit ohne experimentelle Bedingungen suggeriert wird.

 

 

 

 

 





## Synthese

Synthese

Das Beer–Lambert-Gesetz besagt, dass unter idealen spektroskopischen Bedingungen die Absorbanz proportional zur Absorberkonzentration und zur Schichtdicke über einen konstanten molaren Extinktionskoeffizienten ist; es ist grundlegend für quantitative Spektralphotometrie, erfordert aber die Überprüfung seiner Annahmen im Einzelfall.