Definition
Ein stochastischer Prozess, der über eine diskrete Zustandsmenge in diskreten Zeitstufen verläuft und die Gedächtnislosigkeit besitzt: Die Verteilung des nächsten Zustands hängt nur vom gegenwärtigen Zustand ab, nicht von der früheren Vorgeschichte.

Prinzip

Prinzip
Das Entwicklungsprinzip ist, dass ein Schritt nur vom aktuellen Zustand abhängt; Übergänge werden durch eine Matrix oder einen Kern bedingter Wahrscheinlichkeiten beschrieben.

Demonstration

Demonstration
Ein einfacher Random Walk auf den ganzen Zahlen, bei dem der Prozess in jedem Schritt mit festen Wahrscheinlichkeiten +1 oder −1 geht; die Ein-Schritt-Übergangswahrscheinlichkeiten bestimmen die Mehr-Schritt-Verteilungen durch wiederholte Anwendung der Übergangsmatrix.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Daten mit langfristiger Abhängigkeit oder expliziter Geschichtsabhängigkeit als Markow-Kette behandeln und Ein-Schritt-Übergangswahrscheinlichkeiten zur Vorhersage von Mehr-Schritt-Verhalten verwenden.

Konsequenz

Konsequenz
Ermöglicht Analyse mittels Matrizenpotenzen, stationären Verteilungen, Mischzeiten und Ein-Schritt-Analysen ohne Verfolgung kompletter Vergangenheiten.

Umkehrung

Umkehrung
Ein geschichtsabhängiger stochastischer Prozess, bei dem die Zukunftswahrscheinlichkeiten einen oder mehrere vergangene Zustände benötigen (z. B. nicht-markowsche oder höherordnungs Prozesse).

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für Prozesse mit einem wohldefinierten Zustandsraum und Ein-Schritt-Übergangswahrscheinlichkeiten; schließt Prozesse aus, bei denen Übergänge von nicht beobachteter Vorgeschichte abhängen oder die Übergangsgesetze nicht definiert sind.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Abzugrenzen gegen Markow-Prozesse in kontinuierlicher Zeit: Ketten sind diskret indexiert und nutzen Übergangsmatrizen, während kontinuierliche Modelle Generatoren und kontinuierliche Übergangskerne verwenden.

Synthese

Synthese
Eine Markow-Kette ist ein diskret zeitindexiertes stochastisches System auf einer definierten Zustandsmenge, dessen Ein-Schritt-Übergangsmechanik, dargestellt durch Matrix oder Kern, wegen der Gedächtnislosigkeit ausreicht, alle zukünftigen Verteilungen zu bestimmen.