Definition
Eine Regel der relativen Datierung, die besagt, dass in einer ungestörten Abfolge geschichteter Sedimentgesteine jede Schicht jünger ist als die darunterliegende und älter als die darüberliegende.
Prinzip
Prinzip
Die vertikale Anordnung ungestörter Schichten zur Ableitung relativer Alter verwenden: unten = älter, oben = jünger, sofern keine spätere Störung nachgewiesen ist.
Demonstration
Demonstration
Illustratives Szenario: Ein Bohrkern durch eine ungestörte Meeresfolge zeigt konsistente Fossilien und Schichtkontakte, wobei die Fossilienzusammensetzung nach oben fortschreitend jünger wird; die unterste Schicht enthält die ältesten Fossilien und die oberste die jüngsten, was eine relative Abfolge der Ablagerung erlaubt.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Anwendung des Gesetzes ohne Prüfung auf nachträgliche Störungen (Faltung, Umkehr, Überschiebung, wiederholte Lagerung durch Verwerfungen) — z. B. die Annahme, dass eine umgestellte Folge normale Ordnung hat, und dadurch falsche Alterszuweisungen.
Konsequenz
Konsequenz
Ermöglicht eine grobe relative Chronologie für stratigraphische Korrelationen, begrenzt die Sequenzarchitektur und bildet die Grundlage zur Erkennung von Diskordanzen und struktureller Inversion in Verbindung mit anderen Prinzipien.
Umkehrung
Umkehrung
Bei tektonischer Umkehr der Schichten ist die scheinbare Reihenfolge umgekehrt (jüngere Lagen liegen möglicherweise unter älteren); die Erkennung einer Umkehr auf dem Feld kehrt die naive Alterszuweisung um.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für geschichtete, ursprünglich ablagerungsbedingte Sequenzen, die nicht nachweislich umgearbeitet oder umgekehrt sind; es datiert nicht eigenständig magmatische Intrusionen, metamorphe Rekristallisation oder schnittende Körper.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Steht in Nähe zur absoluten/radiometrischen Datierung (die numerische Alter liefert) und zum Prinzip der ursprünglichen Horizontalität (das die Anfangshaltung behandelt); Spannung entsteht, wenn Felddaten über Störung zweideutig sind.
Synthese
Synthese
Das Überlagerungsgesetz ist die grundlegende Regel der relativen Datierung für ungestörte Schichten: Es ordnet Ablagerungsereignisse vertikal, muss jedoch auf nachfolgende Deformationen geprüft und mit Nachweis von Durchschneidungen und Einschlüssen kombiniert werden, um eine belastbare Ereignisfolge zu erstellen.