Definition
Eine Protein‑Nachweistechnik, die Proteine durch Elektrophorese (üblich SDS‑PAGE) trennt, auf eine Membran überträgt und mit Primär‑ und Sekundärantikörpern spezifische Proteine oder posttranslationale Modifikationen sichtbar macht.

Prinzip

Prinzip
Elektrophoretische Trennung nach Größe (ggf. auch Ladung), Immobilisierung auf einer Membran, selektive Antikörperbindung an das Zielepitop und Signalbildung durch enzym- oder fluoreszenzmarkierte Sekundärreagenzien; Signalintensität spiegelt die relative Menge innerhalb des linearen Messbereichs wider.

Demonstration

Demonstration
Vergleich des Phosphorylierungsgrades einer Signal‑Kinase in Lysaten behandelter versus unbehandelter Zellen durch Färbung mit einem phospho‑spezifischen Antikörper und Normierung an eine Lade‑Kontrolle.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Interpretation von Bandeintensitäten als absolute Mengen ohne Festlegung des linearen Messbereichs und ohne geeignete Lade‑/Transferkontrollen; Verwendung nicht validierter Antikörper, die unspezifische Banden erzeugen.

Konsequenz

Konsequenz
Lieferte größenaufgelöste Hinweise auf das Vorhandensein von Proteinen, Isoformen und Modifikationen und kann bei geeigneten Standards, Replikaten und Normierung semi‑quantitativ eingesetzt werden.

Umkehrung

Umkehrung
Massenspektrometrie‑Proteomik ermöglicht breiter gefächerte, oft quantitativere und unvoreingenommenere Proteinidentifikation, wohingegen Western Blot ein oder wenige Proteine gezielt anhand von Antikörpern untersucht.

Abgrenzung

Abgrenzung
Gilt für gelgetrennte, auf Membran transferierte Immunodetektions‑Workflows; schließt nicht‑elektrophoretische Immunoassays aus; begrenzt durch Antikörper‑Spezifität, Transfereffizienz, dynamischen Bereich und Durchsatz.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen der Nutzung des Western Blot als qualitativer Präsenz-/Massenkontrolle und als quantitatives Messverfahren; wird gelegentlich mit anderen Blot‑Typen (Dot‑Blot, Slot‑Blot) verwechselt, die keine Größeninformation liefern.

Synthese

Synthese
Western Blotting ist ein gelaufgelöstes, antikörperbasiertes Verfahren zum Nachweis spezifischer Proteine und ihrer Modifikationen; es bietet molekulargewichtbezogenen Kontext und semi‑quantitative Vergleiche bei validen Kontrollen, ist jedoch durch Antikörperqualität und Nachweis‑Linearität eingeschränkt.