Definition
Ein organometallischer elementarer Schritt, bei dem zwei Liganden an einem Metallzentrum koppeln, eine kovalente Bindung bilden und als Produkt abgespalten werden, wodurch der formale Oxidationszustand des Metalls reduziert und häufig die Koordinationszahl verringert wird.

Prinzip

Prinzip
Erfordert benachbarte und oft cis‑konfigurierte Liganden an einem höhervalenten Metall sowie eine elektronische Umgebung, die die Zwei‑Elektronen‑Bindungsbildung zwischen Liganden ermöglicht; sterische und elektronische Einflüsse steuern Leichtigkeit und Selektivität der Eliminierung.

Demonstration

Demonstration
Reduktive Eliminierung von einem Pd(II)‑Diarylkomplex: zwei Arylgruppen am Palladium koppeln zu einem Biphenyl‑Produkt und regenerieren ein Pd(0), ein Schrittmacher in Kreuzkupplungskatalysen.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Einfache dissociative Ligandenabspaltung (Ligand verlässt ohne Kopplung) oder äußere nukleophile Angriffe als red. Eliminierung zu bezeichnen; Ein‑Elektronen‑Wege, die den Oxidationszustand ändern, nicht mit konzertierten Zwei‑Elektronen‑Eliminierungen zu verwechseln.

Konsequenz

Konsequenz
Produktbildung, Schließung katalytischer Zyklen und Regeneration einer niedervalenten aktiven Metallart; die Kontrolle der reduktiven Eliminierung bestimmt Umsatz und Selektivität vieler bindungsbildender Katalysen.

Umkehrung

Umkehrung
Oxidative Addition ist der mikroskopische Umkehrschritt, bei dem ein niedervalentes Metall zwei neue Bindungen zu Fragmenten bildet und seinen Oxidationszustand erhöht.

Abgrenzung

Abgrenzung
Betrifft Zwei‑Elektronen‑Kopplung und Abspaltung von Liganden von einem Metallzentrum; schließt heterolytische Ligandenabspaltung ohne Kopplung, redox‑Ereignisse durch Liganden‑Nichtunschuld und schrittweise radikalische Kopplungen, die nicht konzertiert am Metallzentrum ablaufen, aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Wird oft mit einfacher Ligandenabspaltung oder äußeren Substitutionswegen verwechselt; mechanisch impliziert red. Eliminierung ein internes Koppelungsereignis und Elektronenfluss, der sich von dissociativen oder rein nukleophilen Transformationspfaden unterscheidet.

Synthese

Synthese
Eine interne Zwei‑Elektronen‑Kopplung zweier Liganden an einem höhervalenten Metall, die eine neue Bindung formt und abscheidet, den formalen Oxidationszustand des Metalls senkt und häufig die katalytisch aktive Spezies regeneriert.