Definition
Prozess zur Bestimmung, Prüfung oder Anpassung der Beziehung zwischen Instrumentanzeigen und bekannten Referenzwerten (Normen), um Messgültigkeit, Rückführbarkeit zu gewährleisten und systematische Fehler zu reduzieren; umfasst die Erstellung von Kalibrierkurven, Offsets und Unsicherheitsbeiträgen.

Prinzip

Prinzip
Kalibrierung verknüpft die Reaktion eines Instruments mit Referenznormen bekannter Eigenschaften und erzeugt eine dokumentierte Beziehung und ein Unsicherheitsbudget; Rückführbarkeit auf anerkannte Normen und kontrollierte Umwelt-/Betriebsbedingungen sind zentral für eine aussagekräftige Kalibrierung.

Demonstration

Demonstration
Ein Thermoelement kalibrieren durch Vergleich seiner Ausgabe mit Fixpunkten (Eispunkt, Siedepunkt) oder einem kalibrierten Platinwiderstandsthermometer über einen Temperaturbereich, Ableitung einer Korrekturtabelle oder eines Polynoms und Dokumentation der Kalibrierunsicherheit.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Kalibrierung als einmalige 'Reparatur' zu betrachten, die alle Fehler entfernt; Kalibrierung mit Verifikation oder Wartung zu verwechseln; oder eine Kalibrierung, die in einer Matrix/Bedingung bestimmt wurde, auf eine andere Matrix/Bedingung ohne Revalidierung anzuwenden.

Konsequenz

Konsequenz
Richtige Kalibrierung verringert systematischen Bias, ermöglicht Rückführbarkeit der Ergebnisse auf Normale, liefert eine verteidigungsfähige Schätzung der Messunsicherheit und unterstützt die Vergleichbarkeit zwischen Geräten und Laboratorien.

Umkehrung

Umkehrung
Unkalibriertes oder falsch kalibriertes Instrument: Messungen können unbekannte Bias aufweisen und sind nicht vertrauenswürdig vergleichbar oder rückführbar; alternativ kann ein Instrument ohne Anpassung verifiziert werden, wenn es die Anforderungen erfüllt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Kalibrierung betrifft die Beziehung zwischen Instrumentausgang und Normen unter spezifizierten Bedingungen; sie beseitigt nicht den Zufallsfehler und ersetzt nicht die Methodenvalidierung, Qualitätskontrolle oder routinemäßige Leistungsprüfungen zwischen Kalibrierungen.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung zwischen Kalibrierung, Anpassung, Verifikation und Validierung: Kalibrierung stellt die Beziehung zu Normen her, Anpassung verändert das Instrument zur Konformität, Verifikation prüft die Konformität, Validierung bewertet die Eignung für den Zweck — verwandt, aber verschieden.

Synthese

Synthese
Kalibrierung ist der dokumentierte Prozess, Instrumentanzeigen mit bekannten Normen in Beziehung zu setzen, um systematische Fehler zu reduzieren und Rückführbarkeit sowie Unsicherheit zu etablieren; sie ist notwendig, aber nicht hinreichend für die Gesamtqualität der Messung, die auch Validierung, Kontrolle und statistische Behandlung des Zufallsfehlers erfordert.