Definition
Die Erwartung der k-ten Potenz der Abweichungen vom Mittelwert, E[(X − E[X])^k], die die Form der Verteilung um den Mittelwert misst; das zweite zentrale Moment ist die Varianz.
Prinzip
Prinzip
Zentrale Momente quantifizieren Streuung, Asymmetrie und Spitzheit relativ zum Mittelwert; sie sind translationsinvariant und stehen in Beziehung zu Kumulanten und Momentenreihen.
Demonstration
Demonstration
Für eine univariate Verteilung misst das zweite zentrale Moment Var(X)=E[(X−μ)^2] die mittlere quadratische Abweichung, während das dritte zentrale Moment E[(X−μ)^3] Vorzeichen und Ausmaß der Schiefe angibt (vor Standardisierung).
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Zentrale Momente zu verwenden, wenn die entsprechenden Rohmomente nicht existieren (schwergewichtete Verteilungen), oder zentrale und standardisierte Momente (Division durch Potenzen der Varianz) zu verwechseln, wenn Formen skalenübergreifend verglichen werden.
Konsequenz
Konsequenz
Sind sie endlich, liefern zentrale Momente eine Hierarchie von Kennzahlen zur Verteilungsklassifikation und treten in Reihenentwicklungen, momentbasierten Schätzern und Beziehungen zu Kumulanten auf.
Umkehrung
Umkehrung
Rohmomente (nicht-zentrale) E[X^k] messen Momente um Null und sind nicht translationsinvariant; sie kodieren ortsabhängige Informationen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Definiert nur, wenn das k-te Moment existiert (endliche Erwartung von |X−E[X]|^k); für Verteilungen ohne solche Momente ist das zentrale Moment undefiniert und andere Beschreiber sind erforderlich.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Zentrale Momente versus Kumulanten: Beide fassen Form und Skala einer Verteilung zusammen, aber Kumulanten haben vorteilhafte additive und Unabhängigkeits-Eigenschaften, während zentrale Momente direkte Maße der Form liefern.
Synthese
Synthese
Ein zentrales Moment ist das um den Mittelwert berechnete k-te Moment, das eine translationsinvariante Quantifizierung von Streuung und höherordentlichen Formmerkmalen einer Wahrscheinlichkeitsverteilung liefert.